Vom aggressiven Persönlichkeitsstil zur sadistisch-dominanten Variante
“Wir machen das so, wie ich es sage!”
“Ich kenne die Wahrheit!”
“Wie verstehe nicht, wie du eine andere Meinung haben kannst als ich!”
Menschen mit aggressivem Persönlichkeitsstil
- mögen Autorität, vor allem wenn sie selbst es sind, der/die sie ausübt; und klare oben-unten-Hierarchien
- lieben Macht und Verantwortung
- sind diszipliniert
- sobald sie mit anderen Menschen interagieren, versuchen sie instinktiv, die Führungsrolle zu übernehmen
- sind pragmatisch, zielorientiert und praktisch denkend
- sind weder zögerlich noch zaghaft, vor allem in belastenden Situationen lassen sie sich nicht verwirren oder zu sehr stressen, sondern laufen zur Höchstform auf
- sind körperlich oft beweglich und sehr begabt beim Sport, mögen Wettkämpfe und Abenteuer und messen sich gern mit anderen
- sind oft beliebt, weil sie in einer Gruppe quasi als Leithammel fungieren, Verantwortung übernehmen und auch gut damit umgehen können
- haben eine Neigung zu Intoleranz und Selbstherrlichkeit
- ihr Herrschaftsanspruch dominiert oft über Gefühle und Bedürfnisse des Gegenübers
- sind weder sentimental noch romantisch und haben wenig Geduld mit den emotionalen Bedürfnissen des Gegenübers
- was sie nervt: Fehler, Ineffizienz und mangelnde Ergebnisse – und vor allem Illoyalität
- Stressursachen sind hier vor allem Niederlage, Langeweile, Misserfolg, hochemotionale Menschen im nahen sozialen Umfeld.
Beim Übergang zur dominant-sadistischen Persönlichkeitsvariante:
- Achtung: hier ist ausdrücklich nicht die sexuelle Variante und Neigung zu BDSM gemeint!
- verletzen, schikanieren, bedrohen und tun alles, um Menschen ihrer Kontrolle zu unterwerfen
- im Unterschied zum antisozialen Typus schlagen sie nicht blind um sich und verletzen jeden, sondern zeigen hierarchisch Übergeordneten ein durchaus angepasstes, respektvolles, oft auch charmantes Verhalten
- sind mitleidlos
- fügen oft bewusst Schmerz zu
- neigen zu körperlicher und seelischer Gewaltausübung
- suchen sich gezielt schwächere Menschen als Opfer
- strafen gern
- sind in Beziehungen gewalttätig, grausam und manipulativ
- agieren über Drohung, Einschüchterung, Kontrolle