Empfehlungen für Angehörige von Suchtkranken

  • Sobald Sie versuchen, die Sucht Ihres Angehörigen zu kontrollieren, wird er die eigene Kontrolle nicht erhöhen: je mehr fremde Kontrolle, desto weniger eigene.
  • Dies ist der wichtigste Punkt, den Sie wissen sollten: Sie können die Suchtkrankheit Ihres Angehörigen/Freundes nicht kontrollieren und schon gar nicht in den Griff bekommen. Das kann einzig und allein er/sie selbst.
  • Jeder erwachsene Mensch ist für seine Handlungen selbst verantwortlich.
  • Wo die Grenze Ihres Einflusses erreicht ist, endet auch Ihre Verantwortung.
  • Sollten Sie selbst unter einer Sucht leiden, sind Sie für den Suchtkranken automatisch unglaubwürdig.
  • Ihr Lebenszweck kann nicht darin bestehen, einem Gegenüber bei der Bewältigung seiner Traumata, seiner Erkrankung und seiner Grundeinstellung zum Leben zu helfen.
  • Gehen Sie mit dem Problem nach außen, wenden Sie sich an Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und suchen Sie das Gespräch mit Fachpersonal.
  • Diskutieren Sie mit dem Suchtkranken nur, wenn er nüchtern ist.
  • Sorgen Sie gut für sich selbst, jenseits der Beziehung zum Suchtkranken.
  • Schaffen Sie sich Außenräume.
  • Halten Sie sich immer wieder vor Augen, dass Sie nicht schuld sind am Zustand des Suchtkranken: das ist er/sie ganz allein.
  • Übernehmen Sie keinesfalls Verantwortung für die Krankheit, sein Zustandsbild und sein Leben.